Kategorie: Gebietskulisse / Flächennutzung 

Ökologisch nachhaltig - und für das Gemeinwohl

In den Hochmooren der Diepholzer Moorniederung sind die wichtigsten Nutzer Naturschutz, Landwirtschaft und Torfindustrie.

Während Entwässerung mit nachfolgendem und auch aktuell noch stattfindendem industriellen Torfabbau bzw. landwirtschaftlicher Nutzung die Hochmoore stark beeinträchtigen und zu hohen Treibhausgasemissionen führen, sind sämtliche Naturschutzaktivitäten auf Erhalt und Entwicklung des Ökosystems Hochmoor mit einem moortypischen Wasser- und Nährstoffhaushalt ausgerichtet. Der „Nutzer“ Naturschutz sichert damit Ökosystemdienstleistungen wovon die gesamte Gesellschaft profitiert.

  • Nutzer Naturschutz, Landwirtschaft und Torfindustrie
  • Naturschutz sichert Ökosystemdienstleistungen
  • Landschaftspflegeschäferei zur Offenhaltung der Landschaft im Einsatz

Die Beweidung folgt den Vorgaben des Naturschutzes.

Im Projektgebiet Klimatools liegen alle Flächen innerhalb von Schutzgebieten mit Vorrang für Natur und Landschaft. Bei allen Aktivitäten ist größtmögliche Rücksicht auf die dort vorkommenden Tier- und Pflanzengemeinschaften zu nehmen. Nutzergruppen wie Fachleute Naturschutz, Jäger, Landbewirtschafter (Landschaftspflegeschäferei) Grundeigentümer und Besucher, jeder sollte sich gleichermaßen danach zu richten.

Auf einem Teil der Projektflächen im Neustädter Moor ist eine Landschaftspflegeschäferei zur Offenhaltung der Landschaft im Einsatz. Moorschnucken werden von Schäfern mit Hütehunden nach Vorgaben des Naturschutzes auf nicht kultivierten Moorflächen im freien Gehüt geführt. Das hilft sehr dabei, die naturnahen Moorflächen offen zu halten.

Ein großes Emissionsminderungspotenzial

Alle übrigen Projektflächen wurden industriell abgetorft und anschließend für die Folgenutzung Naturschutz hergerichtet. Das liegt teilweise Jahrzehnte zurück und ist nach heutigem Kenntnisstand nur unzureichend erfolgt. Trockene ungenutzte Areale stehen für die Wiedervernässung zur Verfügung und weisen ein großes Emissionsminderungspotenzial auf. Für die Flächen wird eine klimafreundliche Nutzung mit moortypischem Wasserhaushalt angestrebt.

Der Moorwasserstand ist entscheidender Faktor für die Klimawirkung ungenutzter Hochmoorflächen. Das gilt genauso für die extensive Grünlandnutzung. Eine intensive Landbewirtschaftung auf Moorböden verursacht den größten nachteiligen Klimaeffekt.

Klimawirkung Quelle: SRU UG, Datenquelle: DRÖSLER et al. 2011 b